Kein Geld für eine neue Brille, was kannst du tun?

Brillen gibt es schon seit Jahrhunderten, und sie sind für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Leider kann es sich nicht jeder leisten, eine neue Brille zu kaufen, wenn sich seine Sehkraft verschlechtert. Außerdem beteiligen sich einige Krankenkassen nicht mehr an den Kosten für Brillen, was es für die Menschen noch schwieriger macht, sie sich zu leisten. Deshalb sind viele Menschen mit einer Sehschwäche gezwungen, den Kauf einer neuen Brille hinauszuzögern oder ganz auf sie zu verzichten. Das kann ihre Lebensqualität stark einschränken und sogar zu Problemen bei der Arbeit oder in der Schule führen.

Zum Glück gibt es eine Reihe von Organisationen, die Menschen mit Sehschwäche beim Kauf einer neuen Brille finanziell unterstützen. Diese Organisationen können einen entscheidenden Unterschied im Leben der Menschen machen und ihnen helfen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren.

Kein Geld für eine (neue) Brille

Wenn du wie die meisten Menschen bist, bist du wahrscheinlich über deinen Arbeitgeber krankenversichert. Aber wusstest du, dass du mit deiner Krankenkasse auch über andere Versicherungsoptionen sprechen kannst? Wenn du zum Beispiel eine neue Brille brauchst, aber kein Geld dafür hast, kann dir deine Krankenkasse vielleicht helfen. Oder wenn du Schwierigkeiten hast, deine monatlichen Beiträge zu bezahlen, kann dir deine Krankenkasse vielleicht einen Rabatt anbieten. Egal, wie deine Situation aussieht, es lohnt sich immer, bei deiner Krankenkasse anzurufen und zu fragen, was sie für dich tun kann. Du wirst überrascht sein, wie sehr sie bereit sind, dir zu helfen.

Kein Geld für eine (neue) Brille? Seit Anfang 2020 haben deutsche Arbeitssuchende, die Hartz 4 erhalten, Anspruch auf einen Zuschuss für Sehhilfen. Der Betrag richtet sich nach dem soziologischen Mindeststandard und ist daher an den Hartz-4-Satz gekoppelt. Wenn du also auf Jobsuche bist und eine neue Brille oder Kontaktlinsen brauchst, kannst du sie dir von einem Optiker deiner Wahl verschreiben lassen und dann die Erstattung beim Jobcenter beantragen. Du solltest aber bedenken, dass das Jobcenter nur einen Teil der Kosten erstattet. Es gilt Folgendes: Die Optikergeschäfte legen ihre Preise für die Sehhilfen selbst fest. Die Jobcenter verwenden einen sogenannten Katalogwert, um ihre Beiträge zu berechnen – dieser Wert entspricht etwa 60 bis 70 Prozent der unteren Preisgrenze, die auf dem Markt für jede Brille gilt. Im Jahr 2018 waren das laut Katalogwert 140 Euro für eine Brille mit einfacher Sehhilfe, was bedeutetdass das Jobcenter maximal 98 Euro erstattet.

Brillen – Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten? 

Wenn du aus gesundheitlichen Gründen eine Brille brauchst, konntest du sie früher von deiner Krankenkasse bezahlen lassen. Seit 2003 ist dies jedoch nur noch in seltenen Fällen der Fall. Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt, muss die Sehbehinderung so stark sein, dass die Person ohne Brille nicht mehr sicher am Alltagsleben teilnehmen kann. Außerdem zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht für die Brillenfassungen, sondern nur für die Gläser.

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Es werden nur Festbeträge für Standardgläser gezahlt. In der Regel müssen die Versicherten die Fassung und die Kosten für höherwertige Gläser (z. B. Gleitsichtbrillen) selbst bezahlen. Das kann zu erheblichen Kosten führen, vor allem wenn du deine Brille regelmäßig erneuern musst. Daher sind viele Menschen gezwungen, auf eine neue Brille zu verzichten, selbst wenn sich ihre Sehkraft verschlechtert, was ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.

Um gut sehen zu können, brauchen viele Menschen eine Brille. Leider übernehmen die Krankenkassen in Deutschland oft nicht die Kosten für (neue) Brillen. Das bedeutet, dass Menschen, die sich keine private Krankenversicherung leisten können, im Nachteil sind. Die soziale Kluft zwischen denen, die sich eine private Krankenversicherung leisten können, und denen, die das nicht können, wird dadurch noch größer.

Die Leistung der Kassen sind in § 33 Abs. 2 Nr. 2 des 5. Sozialgesetzbuch (SGB V) festgelegt: 

  • bei Kurz- oder Weitsichtigkeit mit Korrektionswerten von mehr als 6,00 Dioptrien 
  • bei einer Hornhautverkrümmung mit Korrektionswerten von mehr als 4,00 Dioptrien 
  • bei einer starken Sehbeeinträchtigung, die selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nur eine Sehfähigkeit von maximal 30% ermöglicht 

Wenn du Hartz-4-Empfänger bist, kannst du vielleicht kostenlos eine neue Brille bekommen

Derzeit gibt es keinen festen Weg, wie Menschen eine Brille vom Staat bezahlt bekommen können. Je nach deiner persönlichen Situation hast du jedoch einige Möglichkeiten, das Jobcenter zur Übernahme der Kosten zu bewegen. Einige dieser Möglichkeiten sind wahrscheinlicher als andere.

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Antrag auf Vermittlungsbudget

Derzeit gibt es keinen festen Weg, wie Menschen eine Brille vom Staat bezahlt bekommen können. Je nach deiner persönlichen Situation hast du jedoch einige Möglichkeiten, das Jobcenter zur Übernahme der Kosten zu bewegen. Einige dieser Möglichkeiten sind wahrscheinlicher als andere.

Antrag beim Sozialamt

Wenn deine Krankenkasse oder dein Jobcenter die Kosten nicht übernimmt, kannst du beim Sozialamt einen Zuschuss beantragen. Dies steht auch Menschen offen, die Hartz 4-Leistungen erhalten. Ältere Menschen, die Hilfe benötigen, können Altenhilfe nach § 71 SGB XII beantragen. Diese kann auch für den Kauf einer Brille verwendet werden.

Darlehen beantragen

Du kannst gegen eine Entscheidung des Jobcenters, dir ein Darlehen für eine Brille zu gewähren, Widerspruch einlegen. Dieser Absatz besagt, dass das Jobcenter nur Darlehen für Bedarfe gewähren kann, die tatsächlich durch die Regelbedarfe abgedeckt sind. Eine Brille gehört nicht zu diesen Bedarfen, daher wäre eine solche Darlehensentscheidung falsch.

Verhandlungen um Kosten für die Gleitsichtbrille

Es ist bekannt, dass viele Menschen in der heutigen Arbeitswelt eine Sehhilfe benötigen, um ihre Arbeit richtig auszuführen. Ob zum Lesen von Kleingedrucktem oder zum Zurücklegen langer Strecken – gutes Sehen ist für die Sicherheit und Effizienz am Arbeitsplatz unerlässlich. Wie der obige Fall zeigt, ist es leider nicht immer einfach, die richtige Sehhilfe zu bekommen. In diesem Fall weigerte sich das Arbeitsamt, die 147 Euro teure Brille zu bezahlen, die der Augenarzt der Klägerin verschrieben hatte. Das Gericht entschied zu Gunsten des Klägers und stellte fest, dass das Jobcenter verpflichtet war, die Brille zu bezahlen. Dies ist jedoch nur ein Beispiel dafür, wie schwierig es sein kann, das Recht auf gutes Sehen zu erhalten. Es gibt viele Menschen, denen es nicht so gut geht wie dem Kläger in diesem Fall und die keinen Zugang zu den Mitteln haben, die sie brauchen, um gut sehen zu können. Es ist wichtig, für das Recht auf gutes Sehen zu kämpfen, damit alle eine Chance haben, am Arbeitsplatz erfolgreich zu sein.

Häufig gestellte Fragen zu Kein Geld für eine Brille?

Kann Brille nicht bezahlen?

Seit 2017 müssen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für eine Brille übernehmen, wenn die Sehschwäche mehr als sechs Dioptrien beträgt. Bei Astigmatismus sind mehr als vier Dioptrien ausreichend. Wenn du also Hartz 4 beziehst, können Brillen mit dieser Stärke oder mehr von deiner Krankenkasse erstattet werden.

Wird Geld vom Sparbuch versteuert?

Es gibt eine Pauschalsteuer von 25 Prozent auf Gewinne aus Investitionen, die sogenannte Kapitalertragssteuer. Diese Steuer wurde im Jahr 2009 eingeführt. Auch die Zinsen, die du auf Sparkonten erhältst, werden besteuert.

Wie viel darf ich auf meinem Sparbuch haben?

Das Sparkonto ist eine sehr sichere Anlage. Das Geld auf dem Konto ist auch durch den Staat geschützt, wenn der Bank etwas passiert.

Wird eine Brille vom Jobcenter bezahlt?

Übernimmt das Jobcenter die Kosten für eine Brille? Normalerweise übernimmt Hartz 4 die Kosten für eine Brille nicht. Nur in Einzelfällen, wenn die Sehhilfe bei der Arbeitssuche hilft, genehmigt das Jobcenter die Kosten für eine Brille.